Kreuzanschlag stricken – elastischer Maschenanschlag Schritt für Schritt erklärt
Der Kreuzanschlag gehört zu den bekanntesten und am häufigsten verwendeten Maschenanschlägen beim Stricken. Er ist vielseitig einsetzbar, einfach zu erlernen und bildet einen stabilen, gleichzeitig angenehm elastischen Rand. Gerade deshalb ist er sowohl bei Anfängerinnen und Anfängern als auch bei erfahrenen Strickerinnen und Strickern besonders beliebt.
Der Kreuzanschlag eignet sich für eine Vielzahl von Strickprojekten – von Socken, Mützen und Schals bis hin zu Pullovern, Jacken oder Babykleidung. Da der Anschlag ausreichend dehnbar ist, lässt sich das fertige Strickstück später bequem an- und ausziehen, ohne dass der Rand ausleiert oder seine Form verliert.
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Besonders häufig wird der Kreuzanschlag als Standardanschlag verwendet, wenn keine andere Anschlagtechnik ausdrücklich in einer Strickanleitung angegeben ist. Er sorgt für einen sauberen Abschluss und lässt sich problemlos mit Bündchen, glatt rechten Flächen oder verschiedenen Strickmustern kombinieren.
In diesem bebilderten Tutorial zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du den Kreuzanschlag arbeitest. Jedes Bild erklärt einen einzelnen Arbeitsschritt, sodass Du die Technik auch als Anfänger problemlos nachvollziehen kannst. Nimm Dir am Anfang etwas Zeit und arbeite die Bewegungen langsam nach – schon nach wenigen Wiederholungen geht der Anschlag meist ganz selbstverständlich von der Hand.
Falls Dir der Kreuzanschlag noch nicht elastisch genug erscheint oder Du für ein bestimmtes Projekt einen besonders dehnbaren Maschenanschlag benötigst, findest Du auf meiner Website außerdem weitere kostenlose Tutorials, beispielsweise zum italienischen Maschenanschlag oder zum provisorischen Maschenanschlag.
Vorab:
Das kurze Fadenende sollte lang genug sein, damit alle benötigten Maschen problemlos aufgenommen werden können. Um die passende Länge abzuschätzen, wickle ich den Faden zunächst zehnmal um die in der Anleitung angegebene Nadelstärke. Die dabei entstehende Fadenlänge dient anschließend als Orientierung für 10 Maschen. D. h. sollen beispielsweise 120 Maschen angeschlagen werden, kannst du nun einfach die 120 durch 10 teilen. Jetzt weißt du, dass du ein 12x so langes Fadenende benötigst, wie du gerade um die Nadel gewickelt hast.


Zuerst das kurze Ende des Fadens um den Daumen und das lange Ende des Fadens (Arbeitsfaden) um den Zeigefinger legen.

2. Die Fäden mit den restlichen Fingern locker festhalten.

3. Hand drehen.

4. Mit der Nadel den Faden, der unterhalb vom Daumen liegt (kurzes Fadenende) holen.

5. Den Faden mit der Nadel über den (über Daumen und Zeigefinger) gespannten Faden ziehen. Auf der Nadel liegt nun ein Umschlag.

6. Nun die Nadelspitze unter den (zwischen Daumen und Zeigefinger) gespannten Faden schieben und ...

7. diesen Faden durch den Umschlag ziehen. Auf der Nadel liegt nun eine Schlaufe.

8. Die rechte Hand mit der Nadel so nach oben drehen, dass die Schlaufe sicher auf der Nadel liegt.

9. Die Schlaufe mit dem Zeigefinger der rechten Hand fixieren und den Daumen der linken Hand aus der Schlinge nehmen.

10. Mit Hilfe des Daumens der linken Hand das kurze Fadenende spannen.

11. Dadurch zieht sich die Schlaufe zu und wird zur ersten Masche.

12. Nun die Schritte 4 - 11 wiederholen, bis alle benötigten Maschen auf der Nadel liegen.

13. Hier liegen nun 3 Maschen auf der Nadel.
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